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Gründer der Schule war der taubstumme Freiherr Hugo von Schütz aus dem nassauischen Geschlecht derer von Schütz zu Holzhausen. Er hat im Alter von 6 Monaten sein Gehör verloren und war ab dem 8. Lebensjahr im Taubstummen-Institut Wien unterrichtet worden.
1797 kehrte er nach Camberg zurück und unterrichtete dort seine drei taubstummen Brüder in einem Raum des „Amthofes“. 1810 kamen auch Gehörlose aus anderen Orten hinzu und so entwickelte sich ein privates Taubstummen-Institut. Immer mehr Eltern baten um die Aufnahme ihrer hörgeschädigten Kinder in dieses Institut, da sich das erfolgreiche Wirken des Hugo von Schütz schnell herumsprach. 1818 unterrichtet er 16 gehörlose Kinder. Hierdurch wurde die Regierung angeregt, die Privatschule als Staatsschule zu übernehmen und auszubauen.
Am 9. November 1819 genehmigte das herzogliche Staatsministerium, dass "das für das Herzogtum sehr nützliche Institut zum Unterricht der Taubstummen" vorerst auf unbestimmte Zei t aus Allgemeinstaatsmitteln unterstützt werden solle. Hugo von Schütz wurde gebeten, nicht nur den Unterricht der Taubstummen zu übernehmen, sondern auch weitere Lehrkräfte in der Methode des Unterrichtens Gehörloser zu unterweisen. Er wurde der erste Direktor dieser Lehranstalt und ein Nebengebäude des heutigen Hotels „Guttenberger Hof" diente von nun an als Schulhaus.
Am 15. Juni 1820 wurde das "Herzoglich Nassauische Taubstummeninstitut" feierlich eröffnet. Im selben Jahr schon stieg die Zahl der Schüler auf 25. Die Gründung dieser besonderen Bildungsstätte und ihre staatliche Förderung vollzog sich im "Nassauer Land" mit seinen damals 350.000 Einwohnern zu einer Zeit, da weitaus größere Staaten noch nicht daran dachten, sich dem Problem der Bildung und Erziehung Hörgeschädigter zu widmen. Die Schüler wurden in der Schriftsprache und in der Gebärdensprache unterrichtet. Für jeweils 2 Stunden in der Woche erhielten sie Sprechunterricht. (Urkunde groß mit Textübersetzung)
Anscheinend wegen Krankheit musste Freiherr Hugo von Schütz sein Amt bereits mit 48 Jahren niederlegen. Er erhielt we der eine Abfindung noch eine Pension. Eine andere Theorie besagt, dass er aufgrund der zunehmenden Forderung nach rein lautsprachlicher Erziehung seine Arbeit aufgeben musste.
Am 22. Juni 1847 verstarb er.
Grabstein des Schulgründers auf dem alten Friedhof zu Wiesbadent
1903 setzte man ihm ein Denkmal mit der Inschrift „Tu’ deinen Mund auf für die Stummen" (Sprüche Salomos 31,8).
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