Schulinspektor Halm stellte 1829 fest, daß von Schütz sich in seinem Wesen und Charakter verändert habe. Als der erste Direktor des Camberger Taubstummen- Instituts mit 48 Jahren aus dem Amt schied, bemühte er sich um eine Unterstützung, die ihm nicht gewährt wurde. So schob er in seine Biographie einen letzten handschriftlichen Nachtrag ein:
"Am 22. März 1828 haben seine Herzogliche Durchlaucht sich gnädigst bewogen gefunden, dem Direktor Hugo von Schütz auf sein Ansuchen die Dienstentlassung zu erteilen, ohne Belohnung oder Pension!!!”
Fast 20 Jahre lebte von Schütz im Ruhestand, viele Jahre davon verbrachte er in Wien. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem alten Friedhof in Wiesbaden.

Die Inschrift seines Grabsteines lautet:
"Hugo Freiherr von Schütz zu Holzhausen, geboren zu Camberg am 31. 7. 1780, gestorben zu Wiesbaden am 22. 6. 1847. Dauerhafter als dieser Stein ist das Denkmal, welches der Edle, der im Leben des Dankes sich so wenig erfreute, durch die Gründung einer Lehranstalt für seine taubstummen Mitbrüder sich selbst gesetzt hat".

Die Ereignisse während seines letzten Amtsjahres schließen eine gewisse Tragik für Hugo von Schütz in sich. Seinen taubstummen Schülern blieben diese Schwierigkeiten verborgen. Sie hingen ihrem "geistigen Vater in Treue und Verehrung an. Viele Briefe, Anfragen, Besuche, Geschenke und künstlerisch Gestaltetes bewiesen ihre Verbundenheit und zeigten zugleich, daß die ehemaligen Schüler ihren Platz in der Gesellschaft gefunden hatten und ihren Förderer und Erzieher nicht vergaßen”
(Quelle: Rosel Jung, Die Geschichte der Schule für Gehörlose und für Hörbehinderte in Camberg/Ts. 160 Jahre Bildung und Erziehung in der Freiherr-von-Schütz-Schule, einer der ältesten Einrichtungen für Hörgeschädigte im deutschsprachigen Raum und der ältesten in Hessen. Schriftenreihe Goldener Grund Heft 7/8, 3., erweiterte Auflage, Camberger Verlag Ulrich Lange 1980, S. 48f.)

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